Bier selbst brauen!


Der Leitfaden für Einsteiger zum Bierbrauen

Um Bier nach dem "Deutschen Reinheitsgebot" herstellen zu können braucht man folgende Ausgangstoffe: Wasser, Hopfen, Gerstenmalz und Bierhefe. Die Bierhefe sollte rechtzeitig vor dem brauen vorbereitet werden, damit sie beim Einsatz aktiv ist. Optimal für Anfänger ist ein Komplettset welches man z.B. hier online kaufen kann.

Der Prozess des Bierbrauens lässt sich in mehrere Einzelschritte gliedern, beginnend mit dem Einmaischen. Während dieses Arbeitschrittes werden Malz und Brauwasser, unter ständigem rühren und einer 3-stufigen Temperaturerhöhung (Rast), vermischt. Zum einmaischen benötigt man Indikatorpapier, um den pH Wert zu bestimmen, ein Einkochthermometer (0-100 C°), Kochlöffel oder Braupaddel, einen Einmachkochtopf und Jodlösung. Mittels Jodlösung lässt sich überprüfen, ob eine Verzuckerung stattgefunden hat. Dazu gibt man ein wenig flüssig Maische auf einen weißen Teller und gibt wenige Tropfen Jodlösung hinzu, dabei den Teller schwenken. Verfärbt sich die Jodprobe gelb, hat eine Verzuckerung stattgefunden.

Als Nächstes folgt das Abläutern. Hier werden die flüssigen und festen Bestandteile der Maische voneinander getrennt. Der feste Bestandteil, Treber genannt, bleibt zurück. Für das Abläutern werden ein Sieb, ein engmaschiges Tuch und ein großes Auffanggefäß benötigt.

Als nächster Arbeitsschritt erfolgt das Würzekochen (Sud) in einem geeigneten Kochtopf. Hierbei wird die flüssige Maische, unter zweimaliger Zugabe von Hopfen, gekocht.

Zu beginnt werden ca. 80% des Hopfens beigefügt und 15 min vor dem Kochende die restlichen 20%. Durch den Kochvorgang verdampft Wasser, wodurch sich der Würzegehalt erhöht. Nach dem Würzekochen wird erneut gefiltert, um den Hopfen von den flüssigen Bestandteilen zu trennen.

Im nächsten Arbeitschritt muss das gewonnene Extrakt gekühlt und erneut gefiltert werden. Die Kühlung kann mit Kühlakkus erreicht werden.

Für die anschließende 1-wöchige Gärungsphase muss das Extrakt in ein luftdichtes Fass mit Gäraufsatz überführt werden. Hierbei sind die Lagertemperatur und die Art der Hefe entscheidend. Untergärige Biere werden bei einer Temperatur von 6-12 C° vergoren. Obergärige Biere hingegen bei einer Temperatur von 15-20 C°. Während der Gärung setzt sich Hefe auf dem Schaum ab und kann abgeschöpft werden. Am Ende des Gärprozesses kann, insofern man kein Fass mit Auslaufhahn benutzt hat, das Bier mit einem Schlauch abgesaugt werden. Die Hefe verbleibt am Boden. In die bereitgestellten Gefäße vorher einen halben Teelöffel Haushaltszucker füllen, damit eine Nachgärung durch die noch aktiven Hefezellen erfolgt, wobei die notwendige Kohlensäure entsteht und der Rest-Alkohol gebildet wird. Nun kann das gereifte Bier in Flaschen oder in ein Druckfass abgefüllt werden und nach einer Lagerzeit von mindestens 10 Tagen verköstigt werden. Die Lagerzeit ist abhängig von Biersorte und dem gewünschten Geschmack. Mit entsprechender Kühlung ist das Bier etwa 6 Wochen lang haltbar. Im Handel sind verschiedene Brausets erhältlich, die die Basisbestandteile bereits enthalten.

Bier selber brauen

 

   

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